ASV Waldmohr

Umwelt:



Besatzmaßnahme 2020:

Jeder Angelverein hat nicht nur ein Angelrecht sondern vor allem eine Hegepflicht.
Diese leitet sich zum einen aus dem Fischereigesetz und – eigentlich wesentlich
wichtiger – aus der Verantwortung für ein Gewässer her. Aale sind in der Vergangen-
heit zu tausenden als Jungaale aus dem Meer in die Flußmündungen aufgewandert.
Und von dort weiter in die Gewässer, aus denen ihre Elterntiere einst abgewandert
sind, um in der Sargasso-See zu laichen. Durch zahlreiche Querverbauungen und
sonstign Hindernissen in den Flussläufen ist das schon etliche Jahrzehnte kaum
mehr möglich. Deshalb müssen die Fische als sogenannte Farmaale in unsere
hiesigen Gewässer besetzt werden.



Die ASV Waldmohr Gewässerwarte hatten diese Aale über den Fischereiverband bestellt
und jetzt in die verschiedenen Vereinsgewässer eingesetzt. Diese Farmaale können
jetzt über mehrere Jahre in den Waldmohrer Weiheranlagen abwachsen.



Hier sieht man Gewässerwart Alexander Ernst beim besetzen. Der Angelsportverein
Waldmohr tut dies übrigens wohl schon über 20 Jahre. Ein kleiner Beitrag von Anglern
für den Arten- und Umweltschutz. Aber es ist ein Beitrag, den sie gerne leisten!





aktiver Umweltschutz als 40-jährige Tradition:

Umweltschutztag 2019:


Der vergangene Umweltschutztag beim Angelsportverein Waldmohr setzte die Tradition
des Engagements für unsere Umwelt fort. Der ASV Waldmohr hatte am Samstag, dem
6.April 2019, wieder eingeladen, beim Müllsammeln mit zu helfen. Und diesem Ruf
sind mehr als 20 Helfer aus der Anglerschaft, den Jägern, dem Obst– und Gartenbau-
verein, dem SPD Ortsverein und Bürgern aus Waldmohr gefolgt.


Helfergruppe

Fanden diese Helfer denn so viel Müll, um zwei Container mit jeweile 7m³ zu füllen,
nachdem die Waldmohrer Angler mit dieser Aktion schon seit 40 Jahren Vermüllungen
in der Gemeinde zu Leibe rücken? Zeit vielleicht, um einmal das Rädchen der Zeit
zurück zu drehen. Seit dieser Zeit sind Unmengen Müll gesammelt worden, weit mehr
als 500m³. Das sind in 7m³ Containern umgerechnet mehr als 70!!! Und die waren
stellenweise turmhoch beladen, als sie von der Gemeinde der fachgerechten Entsorgung
zugeführt wurden.


Container während des Sammelns

In diesen Zahlen sind nicht die Mengen Müll eingerechnet, die Bachpate Dietmar
Schreiner auf seinen regelmäßigen Rundgängen am und im Bach auffindet, sammelt
und der Gemeinde zum entsorgen meldet. Spitzenreiter im Bericht des Bachpaten
sind Einwegspritzen in Bereichen, wo Kinder spielen, Tierkäfige, Medikamente,
Reifen und Unrat, der die Vorstellungskraft in Menge und Vielfalt schon strapaziert.



Bachpate Schreiner betont, dass mit der Übernahme der Bachpatenschaft durch den
ASV Waldmohr im Jahr 2005 viele positive Entwicklungen für den Glan angestoßen
und umgesetzt wurden. So ist das entfernen von Müll und seine ständigen Kontroll-
gänge nur eine Seite. Mit dieser Bachpatenschaft wurden für das Gewässer
angepaßte Fischarten jährlich als Kleinfische besetzt, so z.B. freßfähige
Bachforellenbrut. Totholz wird aus dem Bachbett weg genommen und im Uferbereich
aufgeschichtet, Anflughilfen für Vögel sowie Überwinterungshilfen für Igel
wurden und werden geschaffen. Im Rahmen dieser Bachpatenschaft bauten die
Jungangler des ASV Waldmohr Nist- und Brutkästen für die Vogelwelt. Leider gab
es auch Vorkommnisse, die das Verständnis der Angler auf die Zerreißprobe stellten.
Konnte man über die Brandstiftung am Insektenhotel am Mohrmühlweiher nur den Kopf
schütteln, war der Vandalismus, dem der Fischlehrpfad zum Opfer fiel, schon eine
andere Hausnummer. Sei es drum: Der Angelsportverein Waldmohr verfolgt nach wie
vor seine Philosophie, dass nur in einer gesunden Umwelt ein gesundes gutes Leben
möglich ist. Deshalb hört der Umweltschutzgedanke eben nicht bei einem Umwelt-
schutztag pro Jahr auf, sondern wird konsequent am, über und unter dem Wasser-
spiegel fortgeführt. Das Umfeld der Vereinsgewässer zählt hier genauso dazu wie
die Vereinsgewässer selbst.

Der Angelsportverein bedankt sich bei allen Helfern und bei der Gemeinde Waldmohr
für diese langen Jahre des ehrenamtlichen Engagements und der Zusammenarbeit.





Bachforellenbesatz am Waldmohrer Glan:

Spricht man vom Angelsportverein Waldmohr, meint der nicht so recht informierte oftmals nur die
Weiheranlage am Mohrmühlweiher, oder Motschweiher. Jüngst erst hinzu gekommen, noch die
Weiheranlage am Dörrberg. Daß ein Stück des Glan ebenfalls zu den Pachtgewässern des Vereines
gehört, ist eher unterhalb des Radarschirmes geblieben. Und doch betreut der ASV Waldmohr
den "Waldmohrer Glan" schon viele viele Jahre lang. Deshalb auch nicht verwunderlich, daß
Vorsitzender Marc Scheuer und Gewässerwart Joachim Emser am Bachbett mehrere Stellen mit
vorgezogenen Bachforellen besetzten. Bachforellen gehören in diese Gewässerregion, die sogar
demnach benannt wird: Die Bachforellenregion!


Vorsitzender Marc Scheuer und Gewässerwart Joachim Emser
beim besetzen in einer langen Kurve


Die geringe Größe des Baches darf nicht darüber hinweg täuschen, daß hier die Kinderstube
vieler Bachforellen ist, in der sie zahlreiche Unterstände, ausreichend Nahrung und - viel-
leicht am wichtigsten - die hohe Wasserqualität vorfinden, die sie und ihre Nährtiere
benötigen. Mit regelmäßigen Rundgängen an den Besatzstrecken des Glans entlang kontrolliert
der Gewässerwart den Zustand des Baches und kann sich ein Bild von den Lebensumständen
machen, die hier vorherrschen.


Gewässerwart Joachim Emser beim Besatz in einem stark mäandrierenden (kurvigen) Bereich

Testbefischungen, auch durch den Fischereibiologen Dr. Horst Kossmann vom
Fischereiverband Rheinland-Pfalz, zeigen eindeutig das Potential dieser
regelmäßigen Besatzmaßnahmen.





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